
Wie viel Zukunft steckt auf unserem Schuldach?

Im Rahmen der Sommerprojekte beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 drei Tage lang intensiv mit dem Thema erneuerbare Energien. Gemeinsam mit dem Umweltzentrum Freital sowie engagierten Studierenden der TU Dresden wurde aus Theorie greifbare Praxis.
Tag 1: Energie verstehen
Zu Beginn stand eine grundlegende Frage im Mittelpunkt: Was ist eigentlich Energie?
Die Schülerinnen und Schüler gingen verschiedenen Energieformen und deren Umwandlung auf den Grund. Anschließend untersuchten sie den Energiebedarf typischer Alltagssituationen – vom Laden eines Smartphones über den Betrieb eines Kühlschranks bis hin zum Heizen einer Wohnung.
Ein besonderer Höhepunkt war der Blick hinter die Kulissen unserer Schule: Im Betriebskeller wurden der aktuelle Stromverbrauch sowie der jährliche Energiebedarf der Heizungsanlage abgelesen. Mit diesen realen Daten führten die Gruppen eigene Berechnungen durch und erhielten einen praxisnahen Einblick in den Energieverbrauch eines großen Schulgebäudes.


Tag 2: Lohnt sich eine Solaranlage auf unserer Schule?
Am zweiten Projekttag schlüpften die Schülerinnen und Schüler in unterschiedliche Rollen. Beim Planspiel Solararbeiteten sie als:
- Architekturbüro
- Handwerksbetrieb
- Unternehmerbüro
- Politikbüro
Gemeinsam wurde untersucht, ob sich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der 9. Oberschule wirtschaftlich und technisch lohnt. Dabei wurden unter anderem folgende Fragen bearbeitet:
- Wie ist das Schuldach zur Sonne ausgerichtet?
- Welche Verschattungen gibt es?
- Welche Dachfläche steht zur Verfügung?
- Welche wirtschaftlichen Chancen und Fördermöglichkeiten bestehen?
Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Unser Schuldach bietet sehr gute Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage. Die große Dachfläche, die günstige Ausrichtung zur Sonne und nur geringe Verschattung sprechen für einen hohen Energieertrag.




Vom Dachstuhl bis zum Wechselrichter
Nach der theoretischen Planung wurde es praktisch.
Die Schülerinnen und Schüler bauten Schritt für Schritt ein Modell eines Daches auf – vom Dachstuhl über Sparren und Dachlatten bis zur Eindeckung mit Biberschwanzziegeln. Anschließend montierten sie eine Solaranlage und schlossen einen Wechselrichter an.
So konnten sie unmittelbar nachvollziehen, wie eine Photovoltaikanlage aufgebaut ist und wie aus Sonnenlicht elektrischer Strom entsteht.



Präsentation beim Schulfest
Die Ergebnisse des Projekts werden heute im Rahmen unseres Schulfestes präsentiert. Besucherinnen und Besucher können erleben, wie Solarenergie funktioniert und mit welchen vergleichsweise einfachen technischen Mitteln Strom aus Sonnenlicht erzeugt werden kann.

Starke Partner für moderne Bildung
Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Umweltzentrum Freital sowie Studierenden der TU Dresden durchgeführt. Für diese engagierte Unterstützung bedanken wir uns herzlich.
Besonders freuen wir uns außerdem über den Besuch des Projekts GLOP-E der TU Dresden. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt, das Schulen, Wissenschaft und Wirtschaft enger miteinander vernetzen möchte. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler künftig noch stärker an realen Fragestellungen arbeiten zu lassen und außerschulische Lernorte in den Unterricht einzubeziehen.
Wir sind gespannt auf die weitere Zusammenarbeit und die gemeinsamen Projekte der Zukunft.
Unser Fazit:
Das Solarprojekt hat eindrucksvoll gezeigt, wie naturwissenschaftliche Grundlagen, technische Praxis und Berufsorientierung miteinander verbunden werden können. Die Schülerinnen und Schüler konnten erneuerbare Energien nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern selbst planen, berechnen, bauen und präsentieren – ein gelungenes Beispiel für modernen, handlungsorientierten Unterricht.



